Mein Fahrrad sieht aus wie ein Hirsch
Ich habe mich dazu entschlossen, mein Fahrrad umoperieren zu lassen. Nach zwei Jahren Bedenkzeit, unendlich vielen Therapiesitzungen und einer Menge Rost, war es heute endlich so weit. Doch drehen wir die Zeit noch mal zurück:
Meine Kollegin empfahl mir vor ein paar Wochen einen Zweiradmechaniker erster Güte. Professor Dr. Velo kam letzte Woche zu mir und meinem depressiven Rad. Er untersuchte es behutsam und versicherte mir, dass alles nicht so schlimm sei bzw. alles noch viel schlimmer sein könnte. Er nuschelte etwas von „lange nicht benutzt“ und „das kriegen wir wieder hin“. Ich war beruhigt. Sein Vorschlag: Big Apple, Anti-Platt, neuer Lenker und Frog-Leuchten. Ich tat so, als verstünde ich und wir verabredeten uns für heute. Der Hausflur wurde zum OP umfunktioniert und jeder Nachbar, der das Haus verließ oder betrat und uns bei der Arbeit sah (ich assistierte Prof. Velo), hatte ein neidisches Blitzen in seinen Augen.
Nachdem die OP erfolgreich durchgeführt werden konnte, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Wie ein kapitaler Zwölfender mit muskulösen Beinen und gestähltem Hintern stand mein altes neues Rad vor mir. Ich war stolz. Sogleich musste ich Probe fahren und Prof. Dr. Velo nickte zufrieden als ich lachend über das Kopfsteinpflaster fuhr ohne zu ruckeln.
Vom 1. August bis 15. Januar muss ich aufpassen, dass dem Rad nichts passiert – dann ist nämlich Hirschjagdsaison.
Meine Kollegin empfahl mir vor ein paar Wochen einen Zweiradmechaniker erster Güte. Professor Dr. Velo kam letzte Woche zu mir und meinem depressiven Rad. Er untersuchte es behutsam und versicherte mir, dass alles nicht so schlimm sei bzw. alles noch viel schlimmer sein könnte. Er nuschelte etwas von „lange nicht benutzt“ und „das kriegen wir wieder hin“. Ich war beruhigt. Sein Vorschlag: Big Apple, Anti-Platt, neuer Lenker und Frog-Leuchten. Ich tat so, als verstünde ich und wir verabredeten uns für heute. Der Hausflur wurde zum OP umfunktioniert und jeder Nachbar, der das Haus verließ oder betrat und uns bei der Arbeit sah (ich assistierte Prof. Velo), hatte ein neidisches Blitzen in seinen Augen.
Nachdem die OP erfolgreich durchgeführt werden konnte, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Wie ein kapitaler Zwölfender mit muskulösen Beinen und gestähltem Hintern stand mein altes neues Rad vor mir. Ich war stolz. Sogleich musste ich Probe fahren und Prof. Dr. Velo nickte zufrieden als ich lachend über das Kopfsteinpflaster fuhr ohne zu ruckeln.
Vom 1. August bis 15. Januar muss ich aufpassen, dass dem Rad nichts passiert – dann ist nämlich Hirschjagdsaison.


1 Kommentare:
Wir wollen Fotos sehen!!!
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