Janine Tuma


Was ich sonst so mache

Montag, 26. April 2010
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Mittwoch, 20. Januar 2010
Dan, das will ich mit Dir im Duett singen!

Danel Gott und Janinka

  
Freitag, 10. April 2009
Mein Lieblingslied meiner guten alten Lieblingsband

Ich habe den Text bis heute nicht verstanden. Egal, schöne Melodien reichen ja auch manchmal.

  
Freitag, 27. März 2009
Improtheater ist wie...

(c) Helen Fischer - www.lifeandscience.de

...verliebt sein!

Vor den Shows fühle ich immer ein Kribbeln im Bauch. So, als würde ich - nach einem Tag voller Tagträume von meinem Geliebten - auf dem Weg zu meinem Angebeteten sein und es kaum erwarten können, ihn in meine Arme zu schließen. 

"Mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie konnte nachgewiesen werden, dass der Bereich des ventralen Tegmentums bei Verliebten besonders aktiv ist. Diese Hirnregion produziert Dopamine, die das Empfinden und Verhalten der verliebten Person beeinflussen. Aktiviert wird es außerdem durch Kokain." 

Improtheater ist mein Kokain!

  
Sonntag, 19. Oktober 2008
Haus oder raus

Kennt Ihr schon diese neue Miet-Show auf rtl2? Das ist die, bei der man sich als Pärchen für eine Wohnung bewirbt und gegen Mitbewerberpärchen antritt – „Haus oder raus!“, immer Freitags um 18.00 Uhr. 

Bevor wir gar nichts finden, was uns gefällt und wir auf suspekte Wohnungsvermittler und ihre dubiosen Geschäfte reinfallen, haben wir uns bei der Show als Pärchen beworben. Wir wollten diese Wohnung wirklich haben! Drei Zimmer mit großem Südbalkon, im zweiten Stock, Wannenbad, zwei gleichgroße Zimmer und ein kleines. Punktum: unsere Traumwohnung im Friedrichshain. 

Also sind wir um punkt 12 Uhr vor dem Haus gewesen und das war auch schon die erste Prüfung – Pünktlichkeit. Geschafft! Ein Pärchen kam zu spät und ist gleich rausgeflogen. Wir hatten nur noch 14 Konkurrenz-Paare! 

Auf zur nächsten Runde. „Nackig machen“ hieß sie. Wir mussten uns zu zweit in eine Reihe stellen, der Vermieter saß auf einem Thron im Balkonzimmer. Jedes Pärchen musste sich vor ihn stellen und sich in weniger als 30 Sekunden nackt ausziehen und dabei Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Name und Beruf der Eltern, Konfession, Jahreseinkommen mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kinderkrankheiten, Musikgeschmack und die Namen der sechs Miet-Bürgen nennen. Wir haben es in 27 Sekunden geschafft und gleich elf Pärchen abgehängt. Jetzt waren wir nur noch vier Paare, die alles geben wollten, um die Wohnung zu bekommen. Immerhin hatten wir 1000,- Euro Startgeld bezahlt, die wir – sollten wir gewinnen – abwohnen hätten können. 

Die letzte Runde hieß „Faxen machen“, und gewinnen sollte das Paar, das am schnellsten den 38-seiten Bewerberbogen ausfüllen und von einem Faxgerät, was in der Rummelsburger Bucht auf einem kleinen Boot angebracht war, ins Büro des Verwalters schicken würde. Wir hatten dafür fünf Minuten Zeit. Der Bogen war für uns kein Problem, da wir sämtliche mögliche Angaben für die Runde zuvor schon auswendig gelernt hatten.

Nach nur einer guten Minute waren wir damit fertig und rannten die Treppen runter, auf die Straße, zur Bucht. Wir sprangen ins eiskalte Wasser, schwammen 50 Meter bis zum Boot und hielten dabei den Bewerberbogen hoch in die Luft, damit er nicht nass würde. Am Boot angekommen, hievten wir uns klatschnass hinein. Unsere gefährlichsten Konkurrenten, das Pärchen aus Görlitz, sprang schon hinter uns ins Wasser. Wir mussten schnell eine Kurbel drehen, damit der Generator für das Fax angeworfen wurde. Er brummte laut und es roch nach Benzin. Wir froren, das Fax fing an zu rattern! Marianne, die früher im Schwimmkader der DDR trainiert hatte, kam immer näher und hatte schon ihren um Hilfe rufenden Freund rücksichtslos hinter sich gelassen. 

Mit zitternden Händen legte ich den Bogen ins Fax, mein Freund wählte die Nummer des Verwaltungsbüros und wir sahen zu, wie der gierige Schlund der Maschine die Blätter verschlang. Plötzlich fing das kleine Boot an zu wackeln, Marianne stieg ein und schlug mir fest mit der flachen, nassen Hand von hinten aufs Ohr. Meinen Freund schubste sie vom Fax weg, und er fiel zur Seite ins Wasser. Ich krallte mich an ihren Haaren fest als sie versuchte unsere Blätter aus dem Gerät zu ziehen. Sie stieß mir ihren Ellebogen in den Magen und ich krümmte mich vor Schmerzen auf dem Boden des Bootes zusammen. Mein Freund rief mir vom Wasser aus zu, ich solle nicht so verbissen sein und aufgeben. Mir war schlecht. 

Inzwischen waren auch schon der Vermieter und ein paar Leute vom Verwaltungsbüro mit kleinen Tretbooten zu uns gekommen. Die Kameramänner von rtl2 waren ja die ganze Zeit schon dabei. Der Verwalter rief uns mit dem Megaphon zu, dass die anderen zwei Paare es nicht geschafft hätten und wir die beiden letzten seien. Diese Information spornte mich an. Ich raffte mich auf, rief meinem Freund zu, er solle mir verdammt noch mal die 38 Seiten unseres Bewerbungsbogens geben. Marianne hatte sie alle ins Wasser geworfen. Ich wusste aber, dass uns nur noch die drei letzten Seiten fehlten, die ersten 35 waren schon durchs Fax gelaufen.

Ich griff Marianne, die wankend vorm Fax stand, von hinten mit beiden Händen in den Hosenbund und warf sie im großen Bogen vom Boot. Mein Freund fing sie auf,  hielt sie fest und tauchte sie unter Wasser. Ich friemelte die letzten drei Seiten zusammen, legte sie aufs noch laufende Fax, drehte noch mal kräftig an der Kurbel und sah, wie der Sendeberichtsbalken bei 100% ankam. Laut jubelnd und mit Tränen in den Augen sprang ich zu meinem Freund ins Wasser und wir küssten uns vor den Kameras. Marianne schwamm zurück ans Ufer und fiel ihrem Freund heulend in die Arme. 

Wir durften den Rückweg dann im Tretboot des Vermieters sitzen und bekamen warme Decken und heißen Tee. In der Wohnung drehte rtl2 noch die Schlüsselübergabe und interviewte uns getrennt voneinander. In drei Wochen können wir einziehen. Leider ist es ein befristeter Mietvertrag und nach einem Jahr müssen wir gegen Nachmieter antreten. Aber bis dahin hat es sich wirklich gelohnt!
  
Sonntag, 28. September 2008
Giardino dei Tarocchi




Der Giardino dei Tarocchi in der Toscana ist ein Garten mit schillernden, bunten, teilweise  begehbaren Kunstwerken der Künstlerin Niki de Saint Phalle. Jede Skulptur stellt eine Figur des Tarot dar. Der Bau des Garten hat fast 20 Jahre gedauert. Sie hat ihr ganzes Herzblut in dieses Projekt gelegt.

Ich war nun schon zum dritten Mal in diesem Garten und hatte das Gefühl, dass es immer noch nicht das letzte Mal war. Jeder Besuch war mit einem besonderen Ereignis meines Lebens verbunden. Der Garten bedeutet mir sehr viel. Besonders eine vermeintlich unscheinbare Bildergeschichte, die auf ca. 50 verschieden bemalten Fliesen erzählt wird, hat es mir angetan. Jedes Mal, wenn ich davor stehe, schießen mir die Tränen in die Augen und ich muss weinen. 

Man könnte denken, dass man von der Fülle der Farben und Formen und dem ganzen Kitsch erdrückt wird. Tatsächlich aber strahlen die Figuren Ruhe und Zufriedenheit aus. Ich komme jedes Mal aus dem Staunen nicht mehr raus und genieße jede Sekunde, die ich da sein kann. 

  
Montag, 11. August 2008
Heiraten
Meine Freundin heiratet nächstes Wochenende und ich bin Brautjungfer. Ob ich das gut finde, weiß ich nicht. Ich meine beides. Muss man denn heutzutage in so jungen Jahren heiraten? Sie ist doch erst 25. Und Brautjungfern wurden längst abgeschafft, die sind nicht mehr obligatorisch, nur schmückendes Beiwerk. Ich darf während der Zeremonie den Brautstrauß halten, toll. 
Das Schlimmste aber ist, dass wir vier Tage hintereinander gequält werden. Am Donnerstag Abend müssen wir schon anreisen. Da findet nämlich der Empfang mit einem kleinen Umtrunk in einem reizenden Lokal statt. Am Freitag Morgen ist die standesamtliche Trauung. Samstag kommt dann – auf seinen Wunsch hin – die kirchliche Hochzeit, und Sonntag werden wir dann nach einem Abschiedsbrunch entlassen. Ich brauche also mindestens VIER verschiedene Garderoben und muss DREI Übernachtungen bezahlen, ganz zu schweigen von der Fahrt und dem Geschenk!
Das ist doch wirklich eine Zumutung! Können die denn nicht einfach schnell heiraten und danach eine Party für alle Freunde und Verwandte schmeißen? Jeder bringt was zu Essen und einen Sechserträger mit. So macht man das doch heute! 
Ich jedenfalls würde es so machen. Und dass mir bloß keiner mit einem dämlichen Junggesellinnenabend kommt, auf dem wir alle die gleichen pinken T-Shirts mit der Aufschrift „Janines letzter Tag in Freiheit“ tragen und auf eine Fisch-sucht-Fahrrad-Party gehen, damit ich noch mal meinen Marktwert checken kann. Oh Gott! Ich werde Euch auch keine bescheuerten Fotos für Eure bekloppte Hochzeitszeitung zur Verfügung stellen. Und bei den idiotischen Spielchen stehe ich mit verschränkten Armen bockig in der Ecke. Wenn der Stripper kommt, verlasse ich sofort den Raum. Also vergesst es!
Aber was rege ich mich auf, es hat mich ja noch nicht einmal jemand gefragt, ob ich ihn heiraten möchte...
  
Samstag, 19. Juli 2008
Tragisch und traumatisch!

Eine alleinerziehende Entenmutter versucht ihre zehn (!) Kinder aus einem Weddinger Hinterhof zu locken. Sie sitzt auf dem flachen Dach eines Hofhäuschens und ihre Kinder laufen total traumatisiert über den Hof. Sie können nicht fliegen, was der überforderten Mutter nicht klar zu sein scheint. Der Tiernotdienst hat die absurde Situation aufgelöst. Mutter und Kinder sind wohl auf. 

  
Sonntag, 22. Juni 2008
Joschi hat Angst vorm Staubsauger

Joschi versteckt sich, sobald ich den Staubsauger bewege. Er ist dabei sehr kreativ. Jedes Mal sucht er sich ein neues Versteck.
Neulich saß er im Bücherregal, davor das Mal sprang er hinter den Kleiderschrank und heute hat er sich mit seinem Hintern auf die Fensterbank gesetzt und sich mit den Vorderpfoten auf dem Tisch aufgestützt. Unter seinem Hängebauch gähnte der Abgrund. Höhenangst hat er wohl nicht.
Das merkt man auch daran, dass er gern auf der Balkonmauer spatziert. Dabei hat er sogar schon mal einen Vogel gefangen. Da Joschi keine Zähne hat, war der Vogel zwar geschockt und voller Katzenspucke, aber lebendig. Nach einer kurzen Verschnaufpause auf dem Balkontisch ist sie (es war eine Spatzendame) wieder davongeflogen. Joschi hat noch Stunden später aufgeregt nach ihr gesucht. 
Viel Aufregenderes als das mit dem Vogel und ab und zu den Staubsauger erlebt Joschi nicht. Ich glaube aber, es ist ihm ganz recht. Denn im Großen und Ganzen ist er ein eher introvertierter Typ. Wenn er nicht gerade schläft oder unmotiviert mit bunten Bändern spielt, sitzt er auf dem Schaukelstuhl und spielt ein paar Mollakkorde auf der Gitarre. 
  
Samstag, 14. Juni 2008
Der dicke Joschi fällt vom Stuhl
Ein Kater unterschätzt sein Gewicht.


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