Janines Klinikführer
Ich war letzte Woche im Krankenhaus. Oh Gott, ich hatte ja solche Angst davor. In meinen schlimmsten Vorstellungen malte ich mir aus, wie ich von schlecht bezahlten und dementsprechend gelaunten Schwestern rüde behandelt und morgens um sechs geweckt würde. Wie ich mit Schmerzen aus der Narkosen erwachen würde aber so schnell wie möglich wieder meinen Platz abtreten sollte, weil kein Geld, keine Zeit und nicht genug Betten frei wären.
Aber es kam alles ganz anders. Angefangen von den netten Damen an der Anmeldung und den Stationsschwestern, die, zart nach CK-one duftend, mir all meine Wünsche von den Augen ablasen, bis zu meinem behandelnden Arzt, der mir sagte, ich könne so lange bleiben wie ich wolle, waren nur Menschen um mich herum, die so nett und hilfsbereit waren, wie ich es wirklich nie erwartet hätte.
Die einzige Ausnahme machte meine Zimmernachbarin, die sogar dann noch redete, wenn meine Augen geschlossen waren, ich ihr den Rücken zuwandte und schon lange keine Antwort mehr gab. Sie versicherte mir, dass mir von der Narkose bestimmt noch sehr übel werden würde, auch wenn ich mich nach der OP super fühlte. Sie schaltete morgens um 7.00 Uhr den Fernseher an und ging dann erst mal eine rauchen. Sie machte früh morgens das Licht in unserer Nasszelle im Abstand von fünf Minuten an und aus und raschelte stundenlang mit all ihren Plastiktüten, die sich in den zehn Tagen ihres Aufenthaltes angesammelt hatten. Sie schnarchte, hustete und telefonierte laut.
Als ich den Zufriedenheits-Fragebogen des Krankenhauses ausfüllte, vergab ich überall Bestnoten. Nur bei „Ruhe auf den Patientenzimmern“ gab ich eine fünf. Aber da kann auch das beste Krankenhaus der Welt nichts machen.
PS: Eben rief der Chefarzt der Klinik an und erkundigte sich nach meinem Befinden. Mir geht's super!
Aber es kam alles ganz anders. Angefangen von den netten Damen an der Anmeldung und den Stationsschwestern, die, zart nach CK-one duftend, mir all meine Wünsche von den Augen ablasen, bis zu meinem behandelnden Arzt, der mir sagte, ich könne so lange bleiben wie ich wolle, waren nur Menschen um mich herum, die so nett und hilfsbereit waren, wie ich es wirklich nie erwartet hätte.
Die einzige Ausnahme machte meine Zimmernachbarin, die sogar dann noch redete, wenn meine Augen geschlossen waren, ich ihr den Rücken zuwandte und schon lange keine Antwort mehr gab. Sie versicherte mir, dass mir von der Narkose bestimmt noch sehr übel werden würde, auch wenn ich mich nach der OP super fühlte. Sie schaltete morgens um 7.00 Uhr den Fernseher an und ging dann erst mal eine rauchen. Sie machte früh morgens das Licht in unserer Nasszelle im Abstand von fünf Minuten an und aus und raschelte stundenlang mit all ihren Plastiktüten, die sich in den zehn Tagen ihres Aufenthaltes angesammelt hatten. Sie schnarchte, hustete und telefonierte laut.
Als ich den Zufriedenheits-Fragebogen des Krankenhauses ausfüllte, vergab ich überall Bestnoten. Nur bei „Ruhe auf den Patientenzimmern“ gab ich eine fünf. Aber da kann auch das beste Krankenhaus der Welt nichts machen.
PS: Eben rief der Chefarzt der Klinik an und erkundigte sich nach meinem Befinden. Mir geht's super!


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