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Das in der Mitte ist Joschi. Mit ihm teile ich seit sechseinhalb Jahren meine Wohnung. Er ist ein sehr genügsamer Mitbewohner und braucht nicht viel außer jede Menge Futter und einige Streicheleinheiten.
Bevor wir zusammenzogen hat Joschi auf der Straße gelebt. Er kann in seinen jungen Jahren schon auf ein wildes, ereignisreiches Leben zurückschauen. Die Erfahrungen auf der Straße haben ihn gezeichnet aber nicht hart gemacht. Mit seiner Krankheit (er ist FIV positiv) kommt er gut zurecht, und auch die fehlenden Zähne sind kein Grund für ihn ins Gras zu beißen.
Nach zwei diabetischen Schüben, während derer er sich täglich zwei Insulinspritzen geben und mehrmals am Tag seinen Blutzucker kontrollieren musste, ist er so fidel wie nie zuvor. Die chronische Niereninsuffizienz merkt man ihm nur an, wenn er mal wieder einen über den Durst getrunken hat. Aber er ist keiner, der ständig und überall über seine Krankheiten redet.
Er nimmt seine Leben wie sie kommen und ist einverstanden mit jeder Aufgabe, die sie ihm stellen. Ein Leben hat er noch, und ich hoffe, dass es lange dauern wird.
Labels: Joschi


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